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Servus!!!

Franzi hat mich dazu genötigt, hier ein paar Zeilen über mich zu schreiben....hm...ich bin aber eigentlich kein Freund vieler Worte und sooo aufregend ist mein Leben bisher auch nicht verlaufen, als das es da großartig was zu erzählen gäbe (Das änderte sich mit Franzi und den Pferden allerdings schlagartig!!!).

Geboren wurde ich am 13.3.1975 in dem kleinen Städtchen Roth, Mittelfranken. Somit besaß ich also auch Eltern, nämlich meine Mutter Monika, und meinen Vater Franz. Diese fanden wohl, ein Knirps sei zu wenig und so bekam ich mit zwei Jahren noch einen Bruder dazu, Ralf.

Meiner Ansicht nach bin ich für einen Jungen ein wenig streng erzogen worden (Franzi meint dazu immer “sehr gut behütet”, natürlich nicht ohne entsprechend ironischem Unterton!), weswegen es meine Eltern mit mir wohl auch nicht immer einfach hatten, da ich in meiner Jugend gern dazu neigte, gerade die Dinge mit vergnügen zu tun, die ich nicht tun sollte (und davon gab es eine ganze Menge). Ein bißchen mehr “Freiheit” für meinen jugendlichen Tatendrang hätte mir sicherlich nicht geschadet. Aber wer weiß, vielleicht hätte ich mich dann ganz anders entwickelt und wäre womöglich gar nicht Franzis Typ - und somit auch nicht hier vor der Tastatur...

Tiere mochte ich schon immer sehr gerne und bin auch damit aufgewachsen. Meine Mutter besaß schon immer einen Vogel (aber im Käfig, und nicht im Oberstübchen *grins*), allerdings gab sie sich nicht mit so kleinen Singvögeln oder einem Sittich zufrieden - es mußte schon etwas größeres sein. Deshalb lebte bei uns im Haushalt immer ein Papagei (Mein Vater hat es nicht so mit Tieren und erlaubte deshalb eigentlich keine Haustiere, aber Mama setzte zumindest ihren “Vogeltick” durch). Ihre bevorzugten Arten waren Kakadus, Mohrenköpfe und Graupapageien. Meine Oma wollte nach Opas Tod auch nicht alleine sein, und schaffte sich einen Hund an, mit dem ich aufgewachsen bin.

Ich selbst entwickelte ein Faible für Katzen, und es war nur ein Frage der Zeit, bis die Rahmenbedingungen stimmten, und ich mir meinen ersten Kater ins Haus holen konnte. Seit dem kann ich mir ein Leben ohne diese wunderbaren Tiere nicht mehr vorstellen und ich bin froh, daß Franzi inzwischen genauso denkt, obwohl sie bisher mit Katzen nur wenig Erfahrung sammeln konnte und diese wenigen Eindrücke leider nicht nur positiver Natur waren.

Mit Pferden hatte ich eigentlich nie etwas zu tun. Das änderte sich erst, als ich meine Ex kennen lernte. Wir waren aber bereits über zwei Jahre zusammen, bis sie sich entschloß, ein eigenes Pferd zu kaufen. Vorher hatte sie eine Reitbeteiligung auf Franzis Stella.                                                                                                So kam “Mausi” zu uns, eine tragende Irish-Tinkerstute. Viel gelernt über die Pferde habe ich zu dieser Zeit allerdings nicht, da es das Hobby meiner Freundin war, und ich zwar mit in den Stall gehen durfte, im Stall selbst aber “Sendepause” hatte. Natürlich setzte man mich mal drauf und Franzi versuchte auch, mich zu unterrichten, aber so richtig wohl fühlte ich mich bei diesen Exkursionen eigentlich nie. Nicht, daß es mir nicht gefallen hätte, auf einem Pferd zu sitzen. Mich störten die “Schaulustigen” am Rande des Reitplatzes und deren tollen Kommentaren. Denn leider mußte ich in diesem Stall feststellen, daß dort scheinbar jeder als Reiter geboren worden war, und sie sich daher köstlich über einen blutigen Anfänger, noch dazu ein erwachsener Mann, amüsierten. Ich wollte durchaus das Reiten erlernen - aber mich dabei nicht für andere zum Affen machen! Deshalb beließ ich es weiterhin erst mal beim Zuschauen.

So richtig an die Pferde ran kam ich dann erst durch meine Beziehung zu Franzi. Sie vertritt bis heute die Meinung, daß man am besten lernt, in dem man “macht”. Anstatt mir ellenlange Vorträge darüber zu halten, warum man dies oder jenes so und nicht anders macht, drückte sie mir einfach ein Pferd in die Hand und korrigierte nur dann einen Fehler, wenn ich diesen begangen hatte. Kleines Beispiel? Fohlen auf die Koppel führen: Bevor ich Mausis Fohlen das erste mal führen durfte, erzählte mir meine Ex eine halbe Stunde lang, wie ich das genau zu tun hatte und auf was ich alles achten muß. Bis sie mir endlich den Knirps in die Hand drückte, hatte ich die Hälfte ihres Vortrags bereits vergessen. Darauf hin machte ich natürlich gleich einen Fehler, worauf sie mir den Kleinen wieder abnahm. Was lernen wir daraus? Laß die Finger davon.                                                                                          Franzi ging das anders an. Auch sie hatte ja ein Fohlen (nämlich Summer), das ich führen sollte. Anstatt mir was zu erzählen, drückte sie mir den Führstrick in die Hand und ließ mich selber “wurschteln”. Während wir vor der Koppel warteten, bis Franzi diese geöffnet hatte, ließ ich den Strick zu lang (genauer gesagt, bis auf den Boden). Franzis Kommentar: “ Bernd, nimm den Strick kürzer, weil sonst das Pferd drauf treten kann!”                                    So machte sie es mit allem, und in kürzester Zeit hatte ich drauf, wie man ein Pferd führt, anbindet, putzt und generell, wie man mit dem Pferd umgeht, und was man zu beachten hat. Nur mit dem Reiten war es nach wie vor dasselbe. So lange wir in diesem Stall waren, hatte ich daran wenig Interesse.

Jetzt, in unserem schönen Stall, wo wir “unter uns” sind, ist das was anderes. Ich war inzwischen schon einige Male an der Longe und Franzi meint, daß ich gute Fortschritte mache. Leider klappt es nur nicht so mit der Regelmäßigkeit, weil im Stall halt doch immer irgendwas anliegt, was zu tun ist, und einfach Vorrang hat. Aber das macht nichts, es dauert halt ein bißchen länger, bis ich mit meiner Frau Hand in Hand durchs Gelände reiten kann *grins*.

Tja, was gibt es sonst noch zu erzählen...vielleicht noch ein paar Worte zu meiner beruflichen Laufbahn. Wie Eingangs schon irgendwo erwähnt wurde, bin ich gelernter Koch. Das war durchaus mein Wunschberuf, den kochen fand ich schon immer toll, und das anschließende Essen sowieso. Außerdem war es bereits in der Schule nicht unvorteilhaft, als einziger Junge unter vielen tollen Mädchen in der Hauswirtschaftsklasse zu sein *ganzbreitgrins*. Auf dem freien Berufsmarkt allerdings wäre man als Koch sprichwörtlich verhungert - zu wenig Bezahlung für “nicht-normale” Arbeitszeiten. Also widmete ich meine weitere berufliche Orientierung meinem zweiten Hobby - Computer! Zusammen mit einem Freund gründeten wir eine Firma. Wir waren jung, ehrgeizig, dynamisch und - erfolglos! Mit Pauken und Trompeten ging das Unternehmen “Selbständigkeit” nach nicht mal einem Jahr den Bach runter. Wir mußten Insolvenz anmelden, hatten dann noch einen häßlichen Streit untereinander vor Gericht und schließlich stand ich finanziell drastisch schlechter da, als zuvor. Was tun? Guter Rat war im wahrsten Sinne des Wortes teuer, aber wenn man den Astrologen glauben darf, bin ich als Widder-Geborener der Typ Mensch, der niemals kampflos aufgibt und sich schon gar nicht unterkriegen läßt. In diesem Fall durchaus zutreffend. Ich entsann mich meines dritten Hobbys - Autos (gibt es eigentlich Männer, die sich nicht für Autos interessieren?), fing bei einem Autoteilehändler als Lagerist an und arbeitete mich hoch. Dabei wechselte ich zweimal den Arbeitgeber (die erste Firma wurde von einem Großunternehmen geschluckt und mein heutiger Arbeitgeber machte mir ein so gutes Angebot, daß ich bei dieser Firma unmöglich bleiben konnte). Heute darf ich mich “kaufmännischer Angestellter” schimpfen, wenn gleich dies nichts anderes ist, als ein gewöhnlicher Verkäufer - nur eben anders bezahlt!

So, ich denke, das reicht für den Anfang.

Liebe Grüße, eurer Bernd  

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