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Wie alles begann...

Die Idee zum Pferdeparadies Knauer wurde eigentlich aus einer Not heraus geboren. Das Ehepaar Knauer (damals selbst noch Einsteller)  war auf der Suche nach einer neuen Bleibe für ihre Pferde, da das momentane Domizil einfach zu weit weg war. Umzugstermin war der  erste Mai 2003 und da eine Kündigungsfrist von drei Monaten einzuhalten war, kündigten sie leichtsinniger Weise, ohne bereits etwas neues gefunden zu haben. Doch die Suche gestaltete sich mehr als schwierig, die meisten Ställe in der Umgebung waren bereits voll, oder hatten Nachteile, die das Paar nicht in Kauf nehmen wollte. Eine Wiese war auch nirgends zu finden, weil die Bauern entweder keinen Grund mehr besaßen, oder aber keinen Grund hergeben wollten. Der Termin rückte näher und der alte Stallbesitzer kam langsam ins Schwitzen, weil er die Plätze bereits neu vermietet hatte. Eine Verschiebung des Auszugsdatums war also nicht machbar.

Anfang April war jedoch Rettung in Sicht. Die Knauers fanden ein apartes Plätzchen nahe der Fränkischen Schweiz, mitten im Wald gelegen, fern ab von Hauptverkehrsstraßen, aber dennoch günstig erreichbar. Drei Hektar Weide - jedoch ohne jegliche Bebauung. Der Bauer Schmidt hatte vor Jahren seine Kühe darauf stehen. Jetzt jedoch benutzte er die Weide dafür nicht mehr und seit dem, durch eine leichte Hanglage und hartem Lehmboden auch nicht unbedingt als Ackerland brauchbar, lag das Land brach. Der Zaun war mehr als reparaturbedürftig und von einem Unterstand war weit und breit nichts zu sehen. Außerdem gab es keinen Strom oder fließend Wasser.

Aber diese Lage....                                                                                                                                                                              Familie Knauer schlug zu und kalkulierte kurz durch, ob es möglich wäre, die Pferde bei guter Witterung ein paar Tage auch ohne  Unterstand stehen zu lassen. Genügend Deckung war vorhanden. In Windes Eile wurde ein Bauantrag gestellt und dank gut gesonnenem Gemeinderat war dieser innerhalb von drei Wochen durch. Es verblieben noch acht Tage bis zum Einzug. Mit vereinten Kräften bauten sie gemeinsam mit Bauer Schmidt und seinem Hofgehilfen einen nagelneuen großen Unterstand hin, quasi aus dem Boden gestampft innerhalb eines Wochenendes. Die Restliche Zeit nutzen Sie, um das ganze Areal ausbruchsicher einzuzäunen. Es war ein heißer und trockener Frühling und der Handbohrer zum Pfostensetzen kapitulierte mehrere Male. Die Pferde kamen, als der letzte Isolator eingedreht und das E-Zaungerät angeschlossen wurde.

Zwar hatten die Pferde jetzt ein schönes Zuhause - die Umbauarbeiten waren damit aber noch lange nicht abgeschlossen und sind es zum  Teil bis heute noch nicht. Vor lauter Eile hatte man vergessen, eine Sattelkammer mit einzuplanen. Vom Stall wollte man aber auch keinen Millimeter abzweigen. Da half nur - Warten! Warten darauf, daß das halbe Jahr Sperrfrist für weitere Bauanträge verstrichen war. Mittlerweile wurde es Herbst. Ein weiterer Bauantrag wurde eingereicht, bewilligt, und die Bastelarbeiten konnten weiter gehen. In mühevoller Wochenendarbeit entstand der Rohbau für die Sattelkammer, incl. Terrasse und Vorgarten für die gemütlichen Grillabende. Dann kam der Regen. Es schien, als ob der Himmel alles Wasser auf einmal loswerden wollte, worauf in dieser Region die Bauern den ganzen Sommer vergeblich gewartet hatten. Plötzlich hieß es “Land unter”, das Wasser floß nicht mehr ab und der zementharte Lehmboden weichte auf. Es entstanden regelrechte Seen innerhalb der Koppel und einer bildete sich stetig neu vor dem schönen neuen Stall. Zwar war der Matsch nicht sonderlich tief, aber das Wasser versickerte auch nicht, sondern flutete regelrecht den Unterstand aufgrund der Hanglage. Auch die Zufahrt war stark beschädigt. Der Bauer, der den Weg jahrelang kaum benutzt hatte, war sichtlich überrascht, nun mit seinem Traktor kaum mehr durchzukommen. Man beschäftigte sich mit Gräbenziehen und Trockenlegen des Stalls täglich auf´s Neue immer in der Hoffnung, daß sich das Wetter soweit wieder bessern würde, daß es vor dem Winter noch mal ein paar trockene Abschnitte geben könnte, damit der Auslauf und die Zufahrt drainiert werden konnte. Aber die Hoffnung war vergeblich. Erst kam der Frost, dann der Schnee. Der Auslauf entwickelte sich zu einer Kraterlandschaft und die Knauers hatten ihre gute Familienkutsche längst gegen einen geländegängigen Jeep ausgetauscht, um die Zufahrt überhaupt noch passieren zu können. Dann kam der Winter und es war überhaupt nicht mehr möglich, etwas zu machen. Alle weiteren Umbauarbeiten wurden auf das nächste Frühjahr verschoben. Nachzulesen und zu verfolgen unter Neuigkeiten.